Gedankengänge
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Es muss nicht immer schneller, höher, besser sein

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe immer mal wieder so Tage, wo ich meine Kamera gerne in die Ecke pfeffern möchte, weil die Bilder mal wieder nicht so geworden sind, wie es mir vorstelle. Wenn ich mir andere Blogs anschaue und teilweise vor Neid platzen könnte. Die Bilder sind immer auf den Punkt, die Themenauswahl super und das Leben auf der anderen Seite des Bildschirms scheint perfekt zu sein. Ich dagegen sitze in meiner unaufgeräumten Wohnung und verzweifle am Zuckerguss, der irgendwie mehr aussieht wie Babyspucke als alles andere.

Der Blog ist da natürlich nicht die einzige Baustelle in meinem Leben, wo ich denke, wie machen die anderen das immer nur? Der Kollege beispielsweise schwingt sich jeden zweiten Tag aufs Rad zum Sport, isst mit voller Überzeugung seinen Salat zum Mittag und erzählt vom gigantischen Abnahmeerfolg. Währenddessen sitze ich daneben mit meinem Burger plus Kuchen und suche im Netz nach einer neuen Netflix Serie um mich abends mal wieder auf dem Sofa einzumurmeln. In diesen Momenten verfalle ich gerne in eine gedankliche Schockstarre. In meinem Gedankenkarussell forme ich vor lauter blindem Aktionismus absurde Pläne um innerhalb kürzester Zeit 20kg abzunehmen und nebenbei noch den perfekten, ultra erfolgreichen Blog zu konzipieren. Die anderen haben es schließlich auch irgendwie hinbekommen, oder?

Diese Momente lassen mich einfach nur verzweifeln, weil ich zu schnell zu viel will. Dabei wäre es richtiger einen Schritt zurück zu gehen und mir klar zu machen: Hey, wenn Du das auch willst, braucht das seine Zeit! Ich kann nicht durchstarten und nach drei Tagen oder drei Monaten da sein, wofür andere jahrelang gearbeitet haben. Die meisten bauen sich über Jahre hinweg Routinen in ihrem Leben auf und schaffen es so am Ball zu bleiben. Die Pommes plus Milchshake aufgeben um es durch andere leckere Dinge zu ersetzen, braucht seine Zeit. Gewohnheiten werden leider nicht von heute auf morgen gebrochen – zumindest in den meisten Fällen nicht.

Don’t compare your Chapter 1 to someone else’s Chapter 23

Deshalb habe ich mich sofort in dieses Zitat verliebt, weil es mich und meinen blinden Aktionismus genau auf den Punkt bringt. Ich vergleiche viel zu häufig meine ersten kleinen Geherfolge mit den Profis und gebe dann sofort wieder auf. Weil ich denke, dass ich niemals an diesen Punkt des Erfolgs der anderen kommen werde. Dabei zählt jeder einzelne Meter, wenn man einen Marathon laufen will. Aber Durchhaltevermögen war noch nie meine große Stärke – leider.

Um nicht immer gleich wieder aufzugeben und meinem Gedankenkarussell ein bisschen Einhalt zu gewähren, ziert deshalb jetzt dieses Zitat mein Arbeitszimmer. Wenn Du auch ab und an eine kleine Gedankenstütze gegen den wahnwütigen Aktionismus brauchst, dann kannst Du Dir gerne den Print hier mit Rahmen oder ohne Rahmen herunterladen. Dieser ist für 18x24cm oder 21x30cm Rahmen mit einem Paspatur Ausschnitt von 12x17cm geeignet.

Und was sagst Du dazu? Hast Du auch manchmal diese Momente, wo Du bei Deinen hoch gesteckten Zielen gar nicht weiß, wo Du als erstes anfangen sollst? Wenn ja, wie kommst Du wieder auf den steinharten Boden der Tatsachen zurück und schaffst es nicht aufzugeben?

P.S. Vielen Dank an die liebe Vera von Paulsvera, die mir beim Design dieses Print mit ihren tollen Tipps wahnsinnig geholfen hat. Ohne Dich wäre dieser Print wahrscheinlich nach purem Aktionismus auch in der Ecke gelandet!

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