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Blog Tracking 101 – Integrations Möglichkeiten

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Heute geht es endlich mit einem neuen Beitrag aus der Blog Tracking Reihe weiter. Nach dem Blogst Barcamp habe ich eine kleine Pause eingelegt um etwas zu reflektieren, wie es hier weiter gehen soll. Die vielen überforderten Gesichter haben mich zum Grübeln gebracht. Ich habe gemerkt, dass ich in Sachen Tracking noch einmal einen Gang runter schalten sollte. HTML und JavaScript sind vielen doch nicht so geläufig, wie ich es gedacht habe. Außerdem setzen viele Blogger bei ihrem technischen Set Up auf Hilfe von Freunden und Familie.

Deshalb gehen wir heute einen Schritt zurück und schauen uns noch einmal den richtigen Einbau von Google Analytics genauer im Detail an. Das letzte Mal ging es um die ganzen rechtlichen Rahmenbedingungen und Einstellungen, die Du beim Einbau beachten solltest. Dabei sind die technischen Integrations-Möglichkeiten etwas zu kurz gekommen. Von daher werfen wir heute noch einmal einen Blick unter die Haube im Blog und reden über den richtigen technischen Einbau.

Es gibt diverse verschiedene Wege, wie Du das Tracking in Deinen Blog einbauen kannst. Heute soll es aber nur um die folgenden drei Varianten gehen:

  1. Plug In Integration
  2. Integration im Quellcode
  3. Tag Management System

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1. Plug In Integration


Bei dieser Variante kannst Du den Google Analytics Code ganz einfach über ein Plug In in WordPress einfügen. Beispielsweise bietet das Plug In Google Analytics by MonsterInsights eine ganze Reihe von Individualisierungsmöglichkeiten, inklusive der in Deutschland notwendigen IP Anonymisierung.

Blogger (Blogspot) als Google Produkt bietet sogar eine integrierte Google Analytics Funktion. Innerhalb der Einstellungen kannst Du eine UA – ID eingeben, an die Deine Daten automatisch geschickt werden. Hier solltest Du allerdings unbedingt darauf achten, welche Einstellungen für die IP Anonymisierung und Werbefunktionen Du zur Verfügung hast.

Vorteile:

  • Einfache und schnelle Integration
  • Keine großartigen IT Kenntnisse erforderlich
  • je nach Plug In automatisiertes Update auf zukünftige Librarys

Nachteile:

  • eventuell eingeschränkte Möglichkeiten für individuelle Anpassungen (z.B. IP Anonymisierung, Custom Data, etc.)
  • Fehleranfälligkeit, beispielsweise bei Auto Updates, die nicht mit der aktuellen WordPress Version harmonieren, oder eingebaute Funktionsfehler im Plug In

Diese Art der Integration ist schnell und unkompliziert und für den Start mit Google Analytics meist ausreichend. Wenn Du nur die Standard Berichte nutzen möchtest und Dir ein einfaches Set Up ausreicht, liegst Du hiermit auf jeden Fall richtig. Du solltest bei Deiner Auswahl eines Plug Ins allerdings unbedingt darauf achten, welche Einstellungsmöglichkeiten Dir gegeben sind.

 

2. Integration im Quellcode


Diese Variante habe ich bereits in meinem letzten Beitrag teilweise beschrieben. Beispielsweise kannst Du in dem Design Bereich bei WordPress im header.php das Standard Tracking Script aus Deinem Google Analytics Account einfügen.

Dabei kannst Du gleich Änderungen am Standard Script vornehmen, so dass Du rechtlich auf der sicheren Seite befindest. Außerdem kannst Du zusätzliche Informationen aus Deiner Website abgreifen, die für Dich beim Tracking interessant sind.

Vorteile:

  • höherer Grad an Individualisierung möglich

Nachteile:

  • erfordert Grundkenntnisse in der Programmierung
  • erhöhtes Risiko das Design der Website negativ zu beeinflussen
  • Tracking direkt im Quellcode einsehbar

Diese Variante wird von vielen genutzt, da sie verhältnismäßig unkompliziert funktioniert. Ich würde vom direkten Einbau in den Quellcode allerdings abraten. Bei Updates von WordPress oder Deinem Theme kann es hier zu Problemen kommen. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, solltest Du ein Child Theme für den direkten Einbau verwenden um Problemen bei Theme Updates aus dem Weg zu gehen.

Außerdem können neugierige Leser Dein komplettes Google Analytics Set Up direkt im Quellcode einsehen. Gerade wenn Du größere Anpassungen vorgenommen hast, kann das schnell negativ beim Leser aufstoßen. Wenn Du jedoch auf ein zusätzliches Plug In verzichten möchtest und Dir der direkt einsehbare Tracking Code egal ist, kann das hier trotzdem die richtige Variante für Dich sein.

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3. Tag Management System


Tag Management ist eine Möglichkeit durch JavaScript eine Hintertür in Deine Website einzubauen, zu der nur Du den Schlüssel hast. Dadurch können nachgelagert zusätzliche Scripte geladen werden, ohne dass Du das Set up von Deiner Website anfassen musst. Viele Tag Management Systeme bieten eine benutzerfreundliche Oberfläche und vereinfachen den ganzen Technik Kram, den sonst keiner versteht.

Natürlich gibt es auch hier ein voll integriertes Google Produkt, das kostenlos genutzt werden kann: den Google Tag Manager. Wenn Du Dir den direkten Einbau im Quellcode ersparen möchtest, kannst Du auch hier ein Plug In nutzen, das automatisiert zusätzliche Informationen aus Deiner Website ausliest. Diese kannst Du dann kinderleicht in Dein Google Analytics Tracking mit integrieren. Ein sehr empfehlenswertes Plug In kommt von DurallTomi, das viele Variablen wie Titel, Autorname und Kategorie automatisiert zur Verfügung stellt.

Vorteile:

  • benutzerfreundliches Interface zur Code Pflege
  • einfacher Einbau von zusätzlichen Tracking Mechanismen, z.B. Scroll Tracking

Nachteile:

  • höherer initialer Aufwand beim Einbau
  • erfordert Grundverständnis von JavaScript

Diese Lösung ist für einen privaten Blog auf jeden Fall over-engineered. Wenn Du aber Nerd im Herzen bist, hast Du hier eine tolle Spielwiese. Das Tag Management bietet ein leicht verständliches Interface, in das man sich schnell reindenken kann. Um einen ersten Einstieg zu bekommen, bietet Dir der Google Tag Manager Fundamentals Kurs von Google ein tolles Sprungbrett.

Wenn Du Dich einmal in die Funktionsweise des Tag Managers rein gedacht hast, kannst Du relativ unkompliziert zusätzliches Tracking einbauen, beispielsweise um Downloads von Freebies zu erfassen oder das bereits angesprochene Scroll Tracking. Dafür benötigt man allerdings ein Grundverständnis in JavaScript. Du solltest auf keinen Fall fremde Scripte in Deinen Blog verbauen, wenn Du nicht genau weißt, was sie tun. Ansonsten kannst Du Dir weitere ungewollte Hintertürchen einbauen, zu denen nicht nur Du den Schlüssel hast.

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Jetzt bist Du dran! Welche Integrationsform von Google Analytics hast Du gewählt und warum? Hast Du weitere Fragen zu diesen unterschiedlichen Möglichkeiten? Welche Fragen zu Google Analytics hast Du generell noch? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

Sag mir, was du denkst