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Blog Tracking 101 – Google Analytics einbauen

Heute geht es endlich wieder mit dem Thema Blog Tracking weiter. Der März war bisher voll gepackter als gedacht, deshalb habe ich eine kleine Auszeit genommen von Pixeln und Co. Aber jetzt greife ich wieder ganz tief in meine Trick-Kiste und teile mein hoch professionelles Google Analytics Wissen mit Euch.

Diesmal geht es darum, wie Du Google Analytics in Deinen Blog einbinden kannst und worauf Du achten dabei solltest. Dieser Schritt ist auch interessant für alle Blogger, die bereits Google Analytics im Einsatz haben. Seit einiger Zeit gibt es ein neues Tracking Schnipsel, das die bisherige Technologie ablösen wird. Wenn Du immer noch ein altes Schnipsel im Einsatz hast, solltest Du sehr bald upgraden, da die alte Technologie nur noch bis April 2016 unterstützt wird. Vergleiche am besten Deinen bisherigen Tracking Code mit dem Beispiel unten. Sollte Dein Tracking Schnipsel eine andere Syntax haben (gaq.push), nutzt Du noch die klassische Variante.

Das neue Google Analytics stützt sich auf eine Library namens Universal Analytics, die eine ganze Reihe von neuen Features mit sich bringt und eine bessere Performance hat. Schon allein deswegen lohnt sich ein Upgrade, aber auch um weiterhin schöne Daten in seinem Google Analytics zu haben, da es ab April 2016 mit dem alten Code zu massiven Einschränkungen kommen kann. Solltest Du also noch mit der alten Library arbeiten, solltest Du definitiv einen Wechsel in Betracht ziehen.

Wenn Du Google Analytics bisher noch nicht im Einsatz hast, benötigst Du auf jeden Fall ein Google Analytics Konto. Dazu musst Du im ersten Schritt ein generelles Google Konto anlegen. Dafür benötigst Du nicht zwangsläufig eine Google Mail Adresse. Du kannst auch auswählen, dass Du lieber Deine aktuelle eMail Adresse nutzen möchtest. Im nächsten Schritt kannst Du dann ein Google Analytics Konto erstellen.

Nach Account Erstellung erfordert der deutsche Datenschutz einen zusätzlichen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung. Dieser muss in Schriftform erfolgen und von beiden Parteien unterzeichnet werden. Dafür gibt es einen Standard-Vertrag, den Du hier findest und der alle nötigen Hinweise zum Ausfüllen enthält. Dieser Vertrag bildet die Grundlage, dass Google Analytics die Daten Deiner Leser verarbeiten darf.

Wenn Du anschließend Google Analytics auf Deiner Website verbauen willst, hast Du unterschiedliche Möglichkeiten, beispielsweise mit einem WordPress / Blogger Plugin, direkt im Code Deiner Website oder auch über ein Tag Management. Ich gehe heute auf den direkten Einbau ein, da dieser universell einsetzbar ist. Dabei wird empfohlen, die Google Analytics Library im schließendem </head> Tag einzubauen. Das heißt, direkt am Ende des Kopf-Bereichs Deiner Seite.

In Deinem Blog sollte es einen Design Bereich geben, in dem Du auch das html und CSS Deiner Seite anpassen kannst. Viele Themes sind in unterschiedliche Teile unterteilt, unter anderem auch einen Theme Header – dort solltest Du Google Analytics idealerweise einbauen. Der Header wird definiert durch den <head> Tag und schließt mit dem </head>, genau davor solltest Du das Google Analytics Schnipsel einbauen.

Den richtigen Code für Dein Google Analytics findest Du im Admin Bereich von Google Analytics. Wenn Du in Deinen Google Analytics Konto eingeloggt bist, gelangst Du über den Button Verwalten in den Admin Bereich. Im mittleren Menübereich Property findest Du den Punkt Tracking-Information und darunter Tracking-Code. Dieser Code enthält bereits die richtige UA ID, die im unteren Beispiel fett markiert ist.

<!-- Google Analytics -->
<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXXX-Y', 'auto');
ga('set', 'anonymizeIp', true); 
ga('send', 'pageview');
</script>
<!-- End Google Analytics -->

Ein wichtiger Zusatz, der unbedingt nach deutschem Datenschutz erforderlich ist, ist im Standard Tracking Schnipsel noch nicht enthalten. Im oberen Beispiel habe ich eine zusätzliche Zeile eingefügt und rot markiert – diese schaltet die IP Anonymisierung ein, so dass die letzten acht Bit jeder erfassten IP Adresse abgeschnitten werden. Du solltest Deinen Tracking Code auf jeden Fall um diesen Zusatz erweitern. Bitte beachte, dass der Zusatz an der richtigen Stelle sein muss (wie oben) um einwandfrei zu funktionieren. Wenn Du den Code ergänzt hast, kannst Du die Änderungen in Deinem <head> Tag speichern und trackst ab sofort die Nutzer auf Deiner Seite.

Wenn Du Google Analytics auf Deiner Website nutzt, solltest Du auf jeden Fall Deine Datenschutz-Hinweise ergänzen um Deine Leser über die Verwendung zu informieren. Dafür kannst Du beispielsweise den Impressums-Generator von e-recht24 nutzen. Dort gibt es einen extra Absatz im Datenschutz Bereich für Google Analytics.

Bitte beachte, dass dieser Hinweis nicht ausreicht, wenn Du zusätzlich die Google Werbefunktionen im Einsatz hast. Viele Blogger haben diese aktiviert ohne die erforderlichen zusätzlichen Datenschutz-Hinweise zu berücksichtigen. Die Werbefunktionen erlauben es Dir zusätzliche Informationen über Deine User zu erfassen, wie beispielsweise Alter, Geschlecht und Vorlieben. Dies ist ein gesonderter Bereich, der separat aktiviert werden muss.

Die zusätzlichen Richtlinien für die Google Werbefunktionen findest Du hier. Ein einfacher Zusatz in den Datenschutzerklärungen reicht nicht aus, denn es müssen folgende Informationen enthalten sein: welche Werbefunktionen genutzt werden, welche Erstanbieter und Drittanbeiter Cookies im Einsatz sind und wie die Werbefunktionen deaktiviert werden können.

Zusätzlich hast Du noch die Möglichkeit einen Opt Out Cookie in Deinen Datenschutzbedingungen mit zu integrieren. Wenn Du Interesse an diesem Feature hast, schreib mir gerne einen Kommentar und ich gehe in einer meiner nächsten Lektionen auf das Thema ein.

Das war es auch schon wieder für die zweite Lektion zum Thema Blog Tracking. Zugegeben der Einbau des Tracking Schnipsels ist nicht unbedingt das spannendste Thema, aber der Grundstein für ein erfolgreiches Tracking.

Jetzt bist Du dran! Ich empfehle Dir unbedingt Deine jetzige Implementierung noch einmal zu überprüfen auf IP Anonymisierung und Aktualität der Library. Wenn dabei irgendwelche Fragen aufkommen, lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen oder schreib mir eine eMail! Ich versuche Dir dann bestmöglich zu helfen!

 

Nachtrag:

Hast Du keine Zeit, alles komplett zu lesen? Kein Problem, dann gibt es hier eine Sketchnote Zusammenfassung mit den wichtigsten Schritten, die Du beachten solltest.

3 Kommentare

  1. Liebe Lisa, ich bin mit einigen Fragezeichen aus dem Vortrag gestern, weil ich noch nicht so ganz den Durchblick habe. Deshalb bin ich jetzt auch hier bei dir gelandet. ;-) Muss ich alle Seiten den Vertrages zweimal ausdrucken und abschicken oder nur die Seiten, auf denen ich was unterschreiben muss? Das ist ja sonst ne ganze Menge.
    Danke für deine Hilfe, Steffi

    • Lisa sagt

      Hallo Steffi,
      schön, dass Du bei mir vorbei schaust!
      Ich will stark bezweifeln, dass Google unvollständige Verträge akzeptiert. Der Vertrag muss meines Wissens nach nach deutschem Recht in schriftlicher Form vorliegen. Daher würde ich sagen, dass alles geschickt werden muss. Ich bin aber kein Rechtsanwalt, von daher kann ich Dir da leider keine 100% Antwort geben.
      Bevor Du nur Ärger hast wegen der fehlenden Seiten, würde ich auf Nummer sicher gehen und alles schicken. Ansonsten zieht sich der ganze Prozess noch mehr.
      Viele Grüße
      Lisa

  2. Pingback: Blog Tracking 101 – Integrations Möglichkeiten |

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