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Pumpkin Pecan Pie – Thanksgiving in Hamburg

Mittlerweile ist Thanksgiving auch in Deutschland angekommen und man wird regelrecht mit Black Friday Deals und eMails überflutet. Passenderweise war ich dieses Jahr zu einem Turkey Dinner eingeladen und sollte als ‚Expertin‘ beurteilen, ob auch alles original-getreu ist. Dabei ist mein letztes amerikanisches Thanksgiving mittlerweile über elf Jahre her und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr so recht an alle Beilagen und Vorspeisen erinnern – außer, dass es extrem viel war, in typisch amerikanischer Tradition.

Natürlich wollte ich nicht mit leeren Händen beim Turkey Dinner vorbeischauen und habe deshalb einen klassischen Pumpkin Pecan Pie als Magen-Auffüller für nach der ersten Vollstopf-Runde mitgebracht. Dieser ist wirklich sehr lecker geworden und deshalb möchte ich heute das Rezept mit Dir teilen.

Du brauchst die folgenden Dinge:

  • Für den Mürbteig-Boden:
    • 250g Mehl
    • 125g Butter
    • 90g Zucker
    • 1 Ei (Größe L, möglichst Bio)
  • Für die Kürbis-Füllung:
    • 400g Kürbis Püree
    • 400g Kondensmilch
    • 2 Eier (Größe L, möglichst Bio)
    • eine Prise Zimt
    • 1 TL Pumpkin Spice
    • etwas gemahlene Vanille
    • 1 Prise Salz
  • Für die Pekan Kruste
    • 150g Pekannüsse
    • 125g brauner Rohr-Zucker
    • 2 Eier (Größe L, möglichst Bio)
    • 1 Vanille-Schote

Für den Boden schneidest Du zuerst die kalte Butter in kleine Stückchen und verknetest sie mit dem Mehl. Wenn das ganze eine krümelige Masse ist, gibst Du den Zucker und das Ei dazu und knetest alles zu einem glatten Teig. Danach wickelst Du den Teig-Klops in etwas Folie und stellst ihn für eine Stunde kalt.

Wenn Du wie ich kein Kürbis Püree griffbereit hast, kannst Du ganz einfach welches selber machen. Dazu nimmst Du einfach einen Kürbis (ich habe mich für einen Butternut Kürbis entschieden), halbierst ihn und entkernst ihn. Danach schälst Du den Kürbis und schneidest ihn kleine Stücke – am leichtesten lässt sich ein Kürbis mit einem Sparschäler schälen. Die Kürbis Stücke gibst Du dann in einen Topf, übergießt alles mit Wasser und bringst es zum Kochen. Der Kürbis sollte etwa 15-20Minuten kochen oder bis er weich ist. Danach gießt Du das Wasser ab und pürierst alles gut durch.

Wenn der Teig gut genug durch gekühlt ist, kann er ausgerollt werden. Der Pumpkin Pecan Pie kann in einer Tarte Form gebacken werden (ca. 25-26cm) oder als großer Muffin (6er Blech, nicht 12).  Der Teig sollte auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausgerollt werden und dann langsam in die gefettete Form gedrückt werden.

Danach vermischt Du das erkaltete Kürbis Püree mit den Eier, der Kondensmilch und den Gewürzen, bis alles cremig gerührt ist. Die Füllung kannst Du dann gleichmäßig auf dem Mürbteig verteilen. Danach vermischt Du für die Pekannuss-Haube den braunen Zucker mit den Eier, dem Mark der Vanille-Schote und den Nüssen und rührst alles gut mit dem Schneebesen durch. Wenn alles schaumig ist, kannst Du die Masse auf der Kürbis-Füllung verteilen. Die Pekannüsse gehen am Anfang unter, finden aber beim Backen wieder ihren Weg nach oben.

Wenn alles auf dem Mürbteig verteilt ist, kann es ab in den Ofen gehen. Dieser sollte vorgeheizt sein auf 180° (Ober-/Unterhitze) oder 160° (Umluft). Der Pumpkin Pecan Pie braucht eine ganze Weile und sollte mindestens 45 bis 50 Minuten backen (Muffins mindestens 35 Minuten). Du erkennst, dass der Kuchen fertig ist, wenn sich die Füllung goldbraun färbt, leicht hoch kommt und leichte Risse bekommt.

Jetzt bist Du dran – hast Du dieses Jahr Thanksgiving gefeiert oder glaubst Du nicht an ausländische Traditionen? Wenn Du den Pumpkin Pecan Pie ausprobierst, hinterlasse mir auf jeden Fall einen Kommentar, wie Du ihn findest!

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