Gedankengänge
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Mädchen-Träume

Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit über das Thema ‚Liebe‘ gesprochen – doch irgendwie lässt mich das ganze in letzter Zeit nicht mehr los. Dieses Wochenende habe ich mich wieder einmal komplett in einer völlig unrealistischen Liebesgeschichte verloren. Dabei habe ich mich immer wieder erwischt, wie ich mir insgeheim wünsche, dass mich mein Traumprinz rettet und wir das große Happy End erleben.

Natürlich bin ich alt genug um zu wissen, dass am Ende des Tages die große Liebe doch leider immer wieder vom Alttag eingeholt wird. Herzreißende Geschichten wie Romeo und Julia erleben wir nicht, wir träumen nur von ihnen und verlieren uns dabei in einer Wunschvorstellung. Um das große Happy End wie in einem Hollywood Film zu erleben, muss eine Romanze doch meist eben genau das tun: Enden.

Doch jedes Ende bringt Schmerz und Leid mit sich und lässt uns abstumpfen. Aufgefressen durch ein gebrochenes Herz werden wir zu Zynikern, die große, fantastische Liebes-Wunschträume nur noch belächeln können. Das Konzept der ewigen Liebe rückt dabei in eine unerreichbare Ferne und die Gesten der Romantik sind nur noch dem Fernsehen und der Seltenheit vorbehalten.

Wieso können wir nicht an den Träumen und Hoffnung der Jugend festhalten und uns immer wieder von dem großen Liebes-Kino dieser Welt verzaubern lassen? Nur das wir dabei nicht das Happy End anstreben, sondern die ewige Glückseligkeit, die erst gemeinsam mit dem Tod ablebt. Ist es überhaupt möglich diese Art von Glück zu finden, wenn das Gegenstück dadurch in Vergessenheit gerät und Liebe dann keine Bedeutung mehr hat?

Ich für meinen Teil werde an meinen Mädchen-Träumen festhalten in der Hoffnung, dass ich irgendwann ein Happy End ohne Ende finde. Auch wenn dies vielleicht nie der Fall sein wird, so habe ich mein Leben zumindest nicht im Schatten eines ewig gebrochenen Herzens gelebt. Schließlich kann nur der, der auch Träume hat, diese bis ans Ende seiner Lebtage versuchen zu erreichen.

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