Sommer
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Vor langer, langer Zeit …

… saß ich völlig aufgedreht und etwas überfördert in einem Flugzeug, dass mich einmal um die halbe Welt zu meinem größten bisherigen Abenteuer geflogen hat. Eigentlich hatte ich den großen Vorsatz gefasst meine Reise bis ins kleinste Detail zu dokumentieren, wurde jedoch von nicht erwarteten Internet-Blockaden an meinem Vorhaben gehindert :/

Mittlerweile sind nun seit meiner Rückkehr schon vier Wochen vergangen und ich habe es bisher immer noch nicht geschafft meine Eindrücke von 3 Wochen China in einem halbwegs passablen Blog-Eintrag zusammen zu fassen. Nur schwirren die Erlebnisse immer noch durch meinen Hinterkopf und liegen sperrig in einer Ecke und warten darauf verarbeitet zu werden. Ich hätte niemals gedacht, dass China mich so faszinieren und vom Hocker reißen würde, da ich nie wirklich großes Interesse an diesem Land hatte. Für mich war China immer dieser riesige Fleck irgendwo rechts auf der Weltkarte, der nie wirklich eine Anziehungskraft auf mich ausüben konnte und so unvorstellbar anders war, dass ich mehr Angst davor hatte als alles andere.

Nach 3 Wochen China aus nächster Nähe erleben hat sich jedoch meine Meinung so sehr geändert, dass ich am liebsten gar nicht mehr zurück nach Hause gekommen wäre. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich am Flughafen dem Flugzeug den Rücken zugekehrt und den nächstbesten Chinesen geheiratet um das Land nie wieder verlassen zu müssen. Selten hatte ich so wenig Heimweh und Gelüste nach heimischen Essen wie in Shanghai.

Und auch wenn ich schon längere Zeit wieder in heimischen Gefilden bin, will sich immer noch nicht so recht das Gefühl von zu Hause angekommen einstellen. Deshalb fällt es mir auch so schwer ein paar halbwegs sinnvolle und zusammenhängende Impressionen in einem Blogeintrag zusammen zu schustern. Schon allein weil immer noch so viele Gedanken durch meinen Kopf schwirren, werde ich wohl mehr als einmal auf das Thema China zurück kommen müssen um auch nur annähernd dem Ganzen gerecht zu werden. Heute werde ich auf jeden Fall loslegen und zumindest einen kleinen Überblick über meine erste Woche am anderen Ende der Welt geben und wenigstens versuchen etwas von meinem Gedanken-Chaos aus Erinnerungen zu entwirren.

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