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Blogmas 04 – Homemade Barbecue Sauce mit Zimt und Sternanis

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Das Tee eigentlich meine große Liebe ist und nicht Kaffee, habe ich Dir bereits in meinem letzten Beitrag verraten. Dort habe ich über den absolut genial Tee Laden in der Langen Reihe in Hamburg berichtet. Das Tee nicht nur zum Trinken da ist, wusste ich schon lange. Aber beim Tea Tasting habe ich den Lapsang Souchong kennen gelernt, oder wie ihn die Tea Lovers nennen 181 Smokin‘ Hot. Dabei ist der Name auf jeden Fall Programm, der Lapsang Souchong hat ein sehr, sehr, sehr intensives Rauch Aroma, zum Trinken wäre das nichts für mich. Aber mir wurde beim Tea Tasting erklärt, dass man daraus auch hervorragend eine Barbecue Sauce machen kann.

Eigentlich bin ich ja kein großer Barbecue Fan, das rauchige meist chemische Aroma reißt mich einfach nicht vom Hocker. Da ess ich lieber eine Knoblauch oder Curry Sauce zu meinem Gemüse-Spieß mit Feta. Aber mit dem Smokin‘ Hot wollte ich mich unbedingt einmal an meine eigene Variante der Barbecue Sauce wagen. Mir schwebte eine eher würzige, angenehme Sauce vor mit ein paar unüblichen Gewürzen für den besonderen Twist. Also ist ein Probier-Paket mit der perfekten Menge für eine mild rauchige Barbecue Sauce in meinem Korb gelandet.

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Um ehrlich zu sein, habe ich mich eine ganze Weile darum gedrückt mit dem Experiment Barbecue Sauce zu starten. Mir fehlte die Inspiration und das passende Rezept. In den meisten Varianten wird mit Bier oder Worchester Sauce gearbeitet um einen typischen Barbecue Geschmack zu erzeugen. Das klang für mich alles langweilig und irgendwie nicht so ausgefallen, wie ich mir es vorgestellt habe. 0815 kann ja jeder. Und dann stand plötzlich die Weihnachtszeit vor der Tür, so ganz plötzlich, wie gefühlt jedes Jahr. Mit dem Geruch von Apfel und Zimt in der Nase kam mir dann der zündende Gedanke für meine Barbecue Sauce.

Meine Barbecue Sauce soll als Geschenk im hübschen Glas mit einem tollen weihnachtlichen Aroma unter dem Weihnachtsbaum stehen. Deshalb muss auf jeden Fall Zimt mit dabei sein! Zusammen mit Sternanis ergänzen sich die beiden ganz toll in der Sauce und geben ihr zusätzlich einen leicht scharfen Abgang. Und durch den rauchigen Lapsang Souchong Tee kannst Du komplett auf künstliche Rauch Aromen verzichten, wodurch die Barbecue Sauce einen viel milderen Geschmack und eine gewisse Leichtigkeit bekommt. Wie erwähnt bin ich eigentlich kein großer Barbecue Fan, aber mit dieser Sauce würde ich beim Angrillen nächstes Jahr eventuell meine Curry Sauce links liegen lassen.

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Homemade Barbecue Sauce mit Zimt und Sternanis


Für drei 200ml Gläser benötigst Du:

  • 3 200ml Einmachgläser
  • 1 Zwiebel
  • 2 Koblauchzehen
  • 3EL Ölivenöl
  • 2 Dosen Tomaten in Stücke (in Tomatensaft)
  • 3 TL Lapsang Souchong Tee
  • 1 Prise gemahlene Chili Flocken
  • Paprikapulver
  • 1 Zimtstange
  • 2 Sternanis
  • Salz & Pfeffer

Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon los gehen:

  1. Zuerst würfelst Du die Zwiebeln in feine Stücke und brätst sie in einem Topf zusammen mit dem Ölivenöl an
  2. Wenn die Zwiebeln leicht glasig sind, gibst Du die Knoblauchzehen dazu und mischt die Gewürze unter
  3. Währenddessen gibst Du den Tee in einen Teebeutel und übergießt ihn mit ca. 80° heißem Wasser und lässt ihn ca. 6-8Minuten ziehen
  4. Während der Tee zieht, gibst Du die Tomaten zu den Zwiebeln und Gewürzen und kochst alles kurz auf
  5. Dann gibst Du den Tee dazu und drehst die Hitze runter, so dass die Sauce vor sich hinköcheln kann. Ich habe die Sauce ca. 1Stunde eingekocht bis sie sämig genug war, das kannst Du aber ganz nach Deinem Geschmack kürzer oder länger gestalten.
  6. Indessen kannst Du während des Einkochens die Einmachgläser auswaschen und mit kochendem Wasser sterilisieren
  7. Wenn Deine Sauce die gewünschte Dicke erreicht hat, gibst Du alles noch heiß in die Gläser und verschließt diese sofort. Twist Off Gläser solltest Du für ca. 5Minuten auf den Kopf drehen.
  8. Noch ein hübsches Schleifchen drum und ab unter den Weihnachtsbaum.

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Und jetzt bist Du Dran! Welche Geschenke aus der Küche stehen dieses Jahr auf Deinem Weihnachtszettel? Und wie sieht es bei Dir aus, bist Du Barbecue Fan oder doch eher Knoblauch-Pilz-Gemüse-Griller? Und hast Du Dich schon einmal an Deiner eigenen Barbecue Sauce versucht? Wenn ja, was hast Du für Tricks genutzt um ein schönes rauchiges Aroma zu kreieren? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

Du hast gerade noch zu viel Wirbel um den Kopf, planst Deine Weihnachtseinkaufsliste später und möchtest das Rezept bis dahin nicht aus den Augen verlieren? Kein Problem, nimm den Beitrag einfach mit zu Pinterest:

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Blogmas 03 – Geschenkidee in Hamburg Tea Tasting bei den Tea Lovers

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Seitdem ich denken kann, war ich nie wirklich ein Kaffeemensch. Den Geruch finde ich nicht sonderlich ansprechend und den absoluten Kick im Morgen bringt er meiner Meinung nach auch nicht. Während meines Studiums hatte ich eine kurze Espresso Phase, aber das war einfach nie das Wahre für mich. Tee wiederum geht bei mir immer, egal welche Jahreszeit und welche Temperatur. Im Sommer versuche ich mich gerne an neuen Eistee Rezepturen und im Winter murmel ich mich gerne auf dem Sofa mit einem leckeren Marzipan-Apfel-Zimt-irgendwas-weihnachtliches Tee ein.

Als ich vor einigen Monaten den Tea Lovers in der Langen Reihe in Hamburg entdeckt habe, war ich sofort verliebt. Dort gibt es nicht nur tolle und hochwertige Teesorten, sondern auch eine Tee Bar mit den besten Eistees überhaupt. Neben den tollen Eistees gibt es für die kalte Jahreszeit auch warme LatTeas z.B. mit Chai. Während andere morgens bei Starbucks für ihren Kickstart in den Tag Schlange stehen, stöbere ich lieber entspannt bei Tea Lovers durch das geniale Tee Geruchsregal während ich auf meinen Eistee warte.

Neben ausgefallenen Tee Kreationen bietet Tea Lovers auch Tea Tastings an, bei dem man sich einmal quer durch das Sortiment probieren kann. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Programme: 1. Eine Reise durch die Welt des Tees und 2. Grüne Tees & Matcha erobern die Welt. Bei Tee bin ich eher der Früchte-Tee-Trinker, deshalb habe ich mich für die Warmduscher Variante mit der kleinen Weltreise entscheiden. Vielleicht traue ich mich irgendwann mal an die Grünen Tees und Matchas ran (nicht, dafür bin ich nicht Hardcore genug). Eine Übersicht über alle Tea Tasting Termine findest Du auf der Facebook Seite von Tea Lovers.

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Das Tea Tasting findet abends in gemütlicher Stimmung statt, da der Laden extra geschlossen wird für das Event. Gestartet wurde mit einem bubbligen Tee Sekt, der mir sofort zu Kopf stieg, und einer Einführung über die Herkunft und Herstellung von klassischem Tee, bei der ich mich sofort an meine Zeit in China erinnert gefühlt habe. Dort hatte ich das Glück eine Tee Plantage besichtigen zu dürfen und mir den manuellen Trocknungsprozess in gusseisernen Schalen anzuschauen. Zum Grüntee-Trinker hat es mich trotzdem nicht gemacht.

Was ich allerdings nicht wusste, ist, das die unterschiedlichen Tee-Sorten (weiß, grün, schwarz) alle aus dem gleichen Tee gemacht werden. Dabei werden die Blätter unterschiedlich getrocknet, so dass die unterschiedlichen Geschmacksstärken entstehen. Insbesondere mochte ich den milden weißen Tee, vielleicht starte ich damit irgendwann mal als Einsteiger-Sorte. Ein kleines Probier-Päckchen mit einem besonders mildem milchigem Geschmack ist auf jeden Fall in meinem Beutel gelandet. Das tolle an dem Tea Tasting ist nämlich, dass es an dem Abend 20% auf das gesamte Sortiment gibt. Außerdem gibt es alle Sorten als kleine Probiergrößen, die ideal sind, wenn man sich nicht sicher ist oder einfach einmal alles probieren möchte.

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Beim Tea Tasting wird das offizielle Tee Verkostungsset genutzt (ja auch in der Welt des Tees ist alles genormt). Das Set gibt es in dieser Form schon seit Jahrzehnten und wurde früher schon verwendet um Kostproben zu gleichen Konditionen krosskontinental durchzuführen. Dabei wird der Tee in den Becher gegeben, mit 100° heißem Wasser übergossen und genau fünf Minuten ziehen gelassen. Danach wird der Becher in die Teeschale gestürzt, so dass durch die kleinen Zähnchen in der Tasse der Tee ablaufen kann. Beim Tasting haben wir allerdings kein 100° heißes Wasser verwendet, insbesondere bei schwarzem Tee ist das doch etwas sehr intensiv und nicht für jeden.

Wie beim Wein auch gibt es bei Tee eine professionelle Art zu verkosten. Dabei nimmt man einen Esslöffel des Tees und schlürft diesen lautstark schnell hinunter. Wer mag, kann noch einmal einen zweiten Löffel ohne schlürfen hinterher kosten. Während ich die offizielle Variante probiert habe, muss ich gestehen, dass ich kein großer Schlürfer bin. Schon in China fand ich es irgendwie komisch Suppe mit dem Löffelboot zu schlürfen, mit Tee geht es mir nicht anders. Daher bin ich bei der einfachen Löffel-Methode geblieben. Aber Tee schmeckt auch, wenn man ihn nicht schlürft.

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Neben den einfachen weißen, grünen und schwarzen Tees gab es noch einige ausgefallene Tee-Sorten. Mein persönliches Highlight war der Jasmin Tee, ich bin einfach wahnsinnig großer Jasmin Tee Fan. Eine Bekannte meinte einmal zu mir, Jasmin schmeckt so wie Seife riecht – aber ich mag es. Vielleicht hast Du schon mein Jasmin Eistee Rezept gesehen?  Das ist mein absolutes Must Have im Sommer, ich war so versessen auf den Eistee, dass ich immer noch Jasmin Tee Vorräte aus meinem letzten China Besuch in 2012 habe. Wahrscheinlich sollte ich irgendwann mal frischen Tee besorgen, aber bisher hat mir hier nichts so gut gefallen wie das Original aus China. Vielleicht wird es mal wieder Zeit für einen kleinen Abstecher auf die östliche Welthalbkugel.

Direkt nach dem Jasmin Tee Highlight folgte der Last Samurai Genmaicha. Früher wurde der Tee als arme Leute Getränk getrunken und enthält neben dem grünen Tee noch Vollkornpuffreis. Eine Legende besagt, dass der Tee von einem armen Arbeiter auf Reisen entdeckt wurde, als er sich gerade seinen Bratreis über dem Feuer grillte und etwas Reis in seinen Tee fiel. Genau so schmeckt der Tee auch, nach sehr gewöhnungsbedürftigem Bratreis. Absolut nicht mein Fall, aber auf jeden Fall einen Versuch wert – obwohl das der einzige Tee war, bei dem ich keinen zweiten Löffel probiert habe.

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Der krönende Abschluss des Abends war ein Matcha Tee, der Könige unter den Tees. Vor einigen Jahren habe ich kurzzeitig mit Matcha experimentiert und es ganz schnell wieder sein lassen. Mich erinnert der Geruch sehr an Fischsauce und geschmacklich geht es gefühlt in eine sehr algige Richtung. Vielleicht bin ich auch einfach nur Banause und weiß diesen König der Tees nicht zu schätzen. Die Zubereitung mit dem Besen sieht auf jeden Fall sehr beeindruckend aus, aber mehr als einen Löffel habe ich auch beim Matcha nicht testen können. Dann würde ich vielleicht doch eher beim Puffreis-Tee bleiben.

Der Abend war nichtsdestotrotz sehr genial. Unser Gastgeber hatte diverse tolle Anekdoten parat und hat mir Lust auf mehr gemacht. An dem Abend bin ich mit einer großen Ladung an Probier-Paketen nach Hause gegangen. Außer von meiner absoluten Lieblings-Sorte Coll’n’fresh, da musste die große Packung mit. Aus diesem Tee kann man einen ganz tollen Eistee machen, der sehr erfrischend und super lecker ist. Wenn Du gerade in Hamburg bist und etwas Zeit übrig hast, empfehle ich Dir unbedingt einen Abstecher zu den Tea Lovers zu machen. Neben den tollen Eistees bekommst Du auch immer eine Kostprobe des aktuellen Tees der Woche (auf den es 20% Rabatt gibt). Und wenn Du noch auf der Suche nach einem Geschenk für einen Deiner Hamburger Freunde bist, das Tea Tasting kann man auch als Gutscheine verschenken.

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Jetzt bist Du dran! Bist Du eher ein Kaffee oder Tee Trinker? Oder Beides? Und welche Teesorte ist Deine liebste? Hast Du schon einmal Eistee selber gemacht oder bist Du eher der Saftverfechter? Und kennst Du schon den Tea Lovers in der Langen Reihe oder willst jetzt zumindest einmal vorbeischauen? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

Du möchtest gerne noch einmal später genau nachlesen, was Dich beim Tea Tasting erwartet oder den Tipp als Geschenkidee im Hinterkopf behalten? Kein Problem, nimm den Beitrag einfach mit zu Pinterest:

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Blogmas 02 – Die etwas anderen Blogger Visitenkarten

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Eine Sache, auf die man bei Bloggern immer verlassen kann, ist, dass jeder, aber auch wirklich jeder, von ihnen eine Visitenkarte hat. Zumindest wenn sie schon einmal auf einem Event waren oder eine eigene Facebook Seite haben – oder eine von den anderen unzähligen Social Media Plattformen nutzen. Natürlich bin ich da keine Ausnahme. Vor meinem ersten Blogger Event mussten unbedingt Visitenkarten her, am besten gleich im Tausender Pack, damit ich damit meine komplette Küche tapezieren kann (was ich dann doch nicht gemacht habe, nur damit keine Gerüchte entstehen).

Meine ersten Visitenkarten habe ich von einer Freundin designen lassen, dabei hätte ich mich vorab vielleicht ein bisschen besser belesen sollen. Nachdem das komplette Design stand und ich schon alles in den Druck geben wollte, ist mir aufgefallen, dass die Blog URL gar nicht mit drauf steht. Klassischer Anfänger-Fehler, den ich zum Glück noch vor der Bestellung bemerkt habe. Danach bin ich wirklich jede Check Liste durchgegangen, die ich finden konnte, um eventuell andere wichtige Informationen nicht auch noch zu vergessen.

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Bei dem ganzen Erstellungsprozess ist mir nie wirklich in den Sinn gekommen, dass eine Visitenkarte eventuell noch ein kleines bisschen mehr sein sollte als ein einfaches Stück Papier. Natürlich habe ich mich den unterschiedlichen Papierfächern eingedeckt und schlaflose Nächte wegen abgerundeten oder nicht abgerundeten Ecken gehabt, gemischt mit den miesen Alpträumen, was wenn nicht alles rechtzeitig fertig wird?? Allerdings habe ich nie einen Gedanken daran verschwendet, ob meine Visitenkarten auch einzigartig und besonders genug sind.

Bis zu dem Workshop von Blogger@Work und Trusted Blogs in Bremen. Dort ging es natürlich auch um das Themen Visitenkarten und das man unbedingt eine haben sollte, schließlich kann jeder Blogger aus dem tollen DIY Täschchen eine hervor zaubern. In einem kleinen Nebensatz hat Jenni erzählt, dass sie sich für eine beschichtete Variante entschieden hat. Das ungewöhnliche Gefühl beim Halten der Karte hat ihr schon das eine oder andere Gesprächsthema geliefert und so blieb sie eher im Kopf der anderen hängen. In dem Moment dachte ich natürlich, wieso habe ich nicht an sowas gedacht bei der Auswahl meiner Visitenkarte? (Nächster Anfänger-Fehler, Check)

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Seit dem Workshop hatte ich so eine fixe Idee in meinem Hinterkopf, die erst einmal einige Wochen und Monate vor sich hinwuseln musste. Bis es ernst wurde und die nächste Blogger Veranstaltung mit der Blogst in Hamburg nahte. Als ich eines Abends an meinen ersten Weihnachtsgeschenk werkelte, kam die fixe Idee wieder hoch etwas ganz besonderes für meine Visitenkarten zu machen: selbstgemachte Mini Täschchen, die meine vier Haupt Themen im Blog repräsentieren sollen.

In einer Nacht- und Nebelaktion hatte ich beim Design der Karten beschlossen, dass ich engagierter Blogger in den Bereichen DIY, Food, Travel und meinem Lieblings-Nerd-Thema Tracking werden will. Einen wirklich ausgewogenen Mix dieser Themen habe ich nie wirklich hinbekommen, aber ich mag es nicht mich im Leben zu sehr festlegen zu müssen. Ich bin nicht der Typ, der jeden Sonntag einen neuen Kuchen zaubert. Da muss etwas Abwechslung her, ab und an ist es einfach auch mal nett sich die Finger and er Heißklebepistole zu verbrennen oder mit der Nähmaschine zu kämpfen, weil sich der Unterfaden hoffnungslos verdreht hat.

Von meiner Idee bis zur Konferenz waren es nur noch drei Wochen, eigentlich nicht wirklich genug Zeit für mein Vorhaben, aber meine Sturheit hatte über jede Vernunft gesiegt. Mein Entschluss stand fest: die Visitenkarten sollten in selbstgemachten (DIY) Mini Travel Täschchen mit selbstgemachten (Tracking) Cookies (Food) das ganz besondere Etwas bekommen. Also habe ich die dunklen Abende im November genutzt bis die Nähmaschine heiß gelaufen ist. Bei den Cookies stand für mich sofort fest, es müssen unbedingt American Style Cookies nach dem Vorbild von Milk & Cookies in NYC werden, von denen ich bereits letztes Jahr die weltbesten Haferflocken Cookies vorgestellt habe.

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Bei meiner glorreichen Idee habe ich unterschätzt, wie lange es eigentlich dauern würde selbstgemachte Täschchen und Cookies in schicken Tütchen mit Tissue Papier und selbst gestalteten Etiketten zu packen. Wie ich es geschafft habe mit elf gepackten Handmade Travel Pouchs zur Konfernez los zu stiefeln, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber selten war ich so aufgeregt und enthusiastisch neue Leute kennen zu lernen. Eigentlich gehöre ich eher zum Lager social anxiety und unter einem Tisch verkriechen, wenn die Menschenmassen auf mich zurollen – vielleicht nicht die beste Eigenschaft für Großveranstaltungen.

Eine Frage, die ich mir während all der Werkelstunden hätte vielleicht stellen soll, aber leider vergessen habe, war, wie entscheide ich wann und wem ich ein Visitenkarten Täschchen in die Hand drücke und wem nicht? Mit elf Stück und unendlichen Kennenlern-Möglichkeiten ist mir sehr schnell bewusst geworden, dass ich mich eventuell etwas verkalkuliert habe. Was, wenn ich in eine große Runde mit vielen netten Gesichtern rutsche und nebenbei ein Täschchen in aller Blogger Lieblingsfarbe mintgrün aus dem Beutel zaubere? Da wird mir doch gleich die Hand inklusive Täschchen abgebissen.

Zugeben, das war ein wirklich unüberlegter Move, der ab und an den unangenehmen ‚Hey ich hab keine Ahnung, wer Du bist, aber ich will auch!‘ Moment hervorgerufen hat. Aber hauptsächlich habe ich viele tolle, neue Leute kennengelernt, den ich gerne ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern wollte. Eines der Täschchen durfte sogar direkt mit auf eine Genussreise durch Nordeuropa. Vielen Dank an Anja von Das Tuten der Schiffe, dass ich hier ein Bild aus Deiner Instastory teilen darf. Ich hätte nicht gedacht, dass eines der Travel Pouchs wirklich gleich zum Reisen mitgenommen wird.

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Auch wenn der endlose Kampf mit der Nähmaschine mich einige Nerven gekostet hat und mein Wohnzimmer wochenlang eher einem Schlachtfeld als Pinterest glich, so bereue ich mein Visitenkarten Experiment kein Stück. Die Täschchen sind vielleicht nicht für jede Veranstaltung machbar, aber mir haben sie bei der Blogst eine gute Gelegenheit gegeben das Eis zu brechen. Gerade bei Bloggern, die ich schon lange lese, aber dank Fangirl-Syndrom nicht ansprechen kann, ist es nett zum Psycho Grinsen wenigstens auf eine andere Art eine nette Geste mit ins Gespräch einzubringen. Die nächsten Konferenzen für das kommende Jahr stehen auch schon: im März geht es zur Rock the Blog in Hannover und Blogger@Work Konferenz in Hamburg. Mal schauen, was ich mir dann einfallen lasse.

Jetzt bist Du dran! Was denkst Du über Visitenkarten – absolutes Must Have für jeden Blogger oder bist Du eher Purist mit Snapcode (oder ist Snapchat dank Instastories schon wieder vorbei?) Und wenn Du Visitenkarten aus der Hosentasche zücken kannst, für welches Design hast Du Dich entschieden? Und kannst Du Dir vorstellen auch einmal etwas verrücktes mit Deinen Visitenkarten für eine Konferenz anzustellen? Und wenn ja, was? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen! (Auch, wenn Du Dir ein Tutorial wünscht, wie man diese tollen Täschchen ganz einfach selber machen kann ;)

Wenn Du gerne noch einmal später nachlesen willst, was ich mir für meine Visitenkarten überlegt habe und welche Abenteuer ich dank ihnen miterleben durfte, kein Problem. Nimm den Beitrag einfach mit zu Pinterest:

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Blogmas 01 – Lebkuchen Waffeln

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Vielleicht hat es der eine oder andere schon mitbekommen, aber in letzter Zeit ist es sehr still um mich geworden – nicht nur hier auf dem Blog sondern auch auf allen anderen Kanälen. Angefangen hat alles mit einem sehr spannendem Interview von Jenni von Blogger@Work zum Thema Slow Blogging. Für mich war das Bloggen zu einer Routine geworden, zu einer Kreativ-werd-Qual und vor allem eines: Stress. Mit einem Vollzeit Job und teilweise sehr viel (manchmal vielleicht auch subjektivem) Druck fiel es mir schwer immer wieder neue Ideen zu entwickeln und mit der Welt zu teilen. Also habe ich einfach aufgehört.

Ich hatte den Anspruch an mich, dass ich nur Inhalte teilen möchte, die mich und hoffentlich auch andere glücklich machen. Und wenn ich selber nicht wirklich zufrieden bin, kann ich dieses Gefühl schwer mit einem gequältem Grinsen im Gesicht beim Tippen vortäuschen. Jeder Satz zieht sich dann in unendliche Kaugummi-Länge und fühlt sich einfach nur unecht an … und genau deshalb habe ich aufgehört. Weil es sich einfach nicht mehr richtig angefühlt hat. Und dann hat es sich sehr lange Zeit richtig angefühlt nicht wieder anzufangen. Und mit jedem Tag, der verging, ist es schwieriger geworden wieder einzusteigen in den Schreiber Flow, in die beschwingte Art völlig verzweifelt am Sonntagnachmittag ein paar schöne Bilder für den Blog zu kreieren.

Also habe ich es gelassen – sehr lange sogar. Das ist bei weitem nicht meine längste Blogger Pause, aber eine sehr notwendige. Und jetzt bin ich wieder bereit einzusteigen. Der Druck und Stress und der Vollzeit Job sind immer noch da. Aber der Wunsch nach einem kreativen Ausgleich und Inspiration teilen ist wieder da, nur der innerliche Schweinehund im Flausch Anzug auf dem Sofa steht noch im Weg.

Deshalb habe ich mir eine Challenge überlegt … das ist auch nicht die erste hier und wahrscheinlich werde ich wieder einmal kläglich scheitern. Nichtsdestotrotz will ich den Versuch wagen: 12 Days of Blogmas. In den nächsten 24 Tagen bis Weihnachten möchte ich zwölf Beiträge mit Dir teilen. Hauptsächlich soll es um weihnachtliche Dinge gehen, zumindest im entfernten Sinn, beispielsweise Geschenkideen aus der Küche. Aber es soll auch endlich mit meiner Blog Tracking Reihe weitergehen. Derzeit ist meine Planung noch sehr wirr und nicht zu Ende gedacht (das wird sie wahrscheinlich auch nie werden), aber ich lass mich einfach von mir selber überraschen. Gestartet wird mit einem Lebkuchen Waffel Rezept. Eigentlich bin ich nicht so der große Waffeln, aber diese Waffeln habe ich sogar noch kalt und wabbelig noch in mich hinein gestopft.

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Lebkuchen Waffeln


Für eine ganze Reihe Waffeln benötigst Du:

  • 225g Butter
  • 100g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 350g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 1TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2TL Lebkuchengewürz
  • 500ml Buttermilch
  • 3 EL Melasse (aus dem Reformhaus, optional) oder Zuckerrübensirup
  • etwas Öl für das Waffeleisen

Für die Whiskey Sahne benötigst Du:

  • 250ml sehr kalte Sahne (warm funktioniert das steif schlagen nicht)
  • 1EL Whiskey Deiner Wahl

Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon losgehen:

  1. Zuerst erwärmst Du die Butter etwas, so dass sie extrem weich ist, aber nicht flüssig
  2. Dann verrührst Du die Butter mit dem Zucker und den Eiern, solange bis alles cremig ist
  3. In einer separaten Schüssel vermischt Du Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz, Natron und Salz
  4. Zusammen mit der Melasse gibst Du die Mehlmischung zur Buttermischung und verrührst alles langsam mit dem Handrührgerät
  5. Als letztes gibst Du die Buttermilch dazu und mixt alles solange durch, bis es ein fluffiger Teig wird. Du solltest mit einer niedrigen Stufe starten, ansonsten sprenkelst Du Deine komplette Küche in Buttermilch
  6. Jetzt brauchst Du nur noch Dein Waffeleisen anwerfen und kannst fleißig Lebkuchen Waffeln backen.
  7. Für das besondere Extra empfehle ich eine Whiskey Schlagsahne, dazu gibst Du einfach einen Esslöffel Whiskey zu 250ml sehr kalter Schlagsahne und rührst alles so lange bis es fluffig ist. Das kann unter Umständen etwas länger als bei normaler Sahne dauern, ist es aber definitiv wert!

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Nachdem ich nach langer Zeit endlich wieder einen ersten Schritt gewagt habe, bist jetzt Du dran! Bist Du ein Waffel Fan oder bist Du wie ich eigentlich eher die Fraktion Pancakes (auch wenn ich bei den Lebkuchen Waffeln mal eine Ausnahme machen würde)? Oder gibt es noch ein anderes Lager, was ich hier vergessen habe? Und wie hast Du Deinen ersten Advent verbracht? Hoffentlich nicht so verwirrt und verzweifelt wie ich mit einem Fotoapparat und Waffeln ;) Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

Du bist Dir noch nicht sicher, wann Du dazu kommst selber leckere Lebkuchen Waffeln zu backen, willst das Rezept aber nicht aus den Augen verlieren? Kein Problem, nimm es einfach mit zu Pinterest!

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10 Fakten über Hamburger Bier

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Ich muss ja sagen, dass ich eigentlich kein großer Biertrinker bin. Für mich ist Bier viel zu bitter, Cider ist da eher mein Ding. Das ist süßer und steigt mir gerne auch mal direkt zu Kopf, da lerne ich immer neue Leute kennen und erzähle ab und an auch mal ungefragt meine Lebensgeschichte. Aber da weiß der gegenüber gleich woran er ist.

Trotz meiner fehlenden Begeisterung für Bier konnte ich nicht nein sagen, als ich zur Eröffnung der Ausstellung von Kein Bier ohne ohne Alster eingeladen wurde. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit in kleiner Runde ein paar Sachen über die Wahlheimat und dessen Biergewohnheiten zu lernen. Und ich wollte schon immer mal montags in einem Museum unterwegs sein – die Gelegenheit bekommt man schließlich nicht oft.

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Die Ausstellung hat genau die richtige Größe für einen entspannten Nachmittags-Besuch.  Man kann sich auf jeden Fall nur sehr schwer verlaufen, da man dank leuchtend gelbem Bier-Leitsystem nie vom Weg abkommt. Die Ausstellung startet mit einem kurzen historischen Überblick über Bier und seine Entstehung. Danach folgen interessante Fakten über die Bierbrauerei und die Hamburger Biergeschichte.

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Ohne zu viel zu verraten wollen, möchte ich hier die top 10 Fakten über Hamburger Bier teilen, die ich in der Ausstellung gelernt habe. Wenn Du mehr wissen willst, solltest Du auf jeden Fall selber einen kleinen oder größeren Abstecher in die Ausstellung machen:

  1. Schon im alten Babylon wurde Bier getrunken, damals noch aus riesigen Tonkrügen mit Strohhalmen, die einen eingebauten Filter hatten. Die Babyloner wussten, wie man es richtig krachen lasst.
  2. Bier ist eigentlich nur vergorenes Brot und wurde früher zum Frühstück getrunken. Da startet man immer gut in den Tag.
  3. Früher wurde Bier aus Gagel gebraut und war nicht lange haltbar, bis der Hopfen kam.
  4. Früher war Norddeutschland Bier-Hochburg, da hat Süddeutschland gerade erst mal den Wein entdeckt und träumte noch von Hopfen und Malz.
  5. Zu Hochzeiten gab es in Hamburg 527 Hausbrauereien plus Braurecht für die vier Hauptkirchen in der Stadt. Da stand man nie auf dem Trockenen.
  6. Brauen war damals Hausrecht – wem das Brauhaus gehört, der darf sein eigenes Bier kochen.
  7. Zu seinen besten Zeiten wurden in Hamburg 575.000 Hektoliter Bier pro Jahr gebraut, das entspricht 170.000 Badewannen. Mit der Geschwindigkeit hätte es sechs Jahre gedauert einmal die Binnenalster mit Bier zu füllen.
  8. Die Standardverpackung für Bier war das Fass. Um 575.000 Hektoliter zu verpacken, wurden 145.000 Fässer pro Jahr verbraucht plus zusätzliches Feuerholz.
  9. Alle zwei Jahre haben sich die Braumeister in Hamburg mit wildem Tanz bei der Brauerknechtshöge gefeiert. Da gab es bestimmt Freibier für alle.
  10. Bevor es das Thermometer gab, musste der Ellenbogen zur Temperaturbestimmung beim Kochen herhalten. (Autsch)

Das ist nur ein kleiner Einblick von dem, was die Ausstellung zu bieten hat. Da warten noch der eine oder andere Fun Fact auf Dich, den Du auf gar keinen Fall verpassen solltest. Deshalb, wenn Du in Hamburg unterwegs bist und etwas Zeit hast, dann schau beim Museum für Hamburgischer Geschichte vorbei. Im September gibt es jeden Samstag und Sonntag eine Bier-Verköstigung dazu!

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Jetzt bist Du dran. Bist Du eher ein Biertrinker oder eher Cider-Fan so wie ich? Was ist Dein bester Bier Fun Fact? Und wenn Du die Kein Bier ohne Alster Ausstellung besucht hast, welches Factoid fandest Du am besten? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen

Baby Album selbstgemacht

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Ich weiß nicht, ob es an dem wirklich sehr unterirdischen Sommer liegt oder ich einfach alt werde, aber gerade geht eine regelrechte Babywelle durch meinen Freundeskreis … und bei meinen Kollegen … und meiner Familie. Irgendwie sind alle schwanger und ich komme gar nicht hinterher mit Babydecken und Schnuffeltücher nähen.

Da ich nicht allen das gleiche schenken möchte, wollte ich gerne für das nächste Baby Geschenk mal etwas neues ausprobieren. Okay Baby Alben sind sehr verstaubt und sehr doll 80er, aber ich fand es als Kind immer toll durch mein Baby Album zu blättern. Mit den Teenager Jahren war das nicht mehr ganz so toll, aber ich finde es schön, etwas in den Händen zu halten als seinem Kind nur Bilder auf dem Smartphone zu zeigen. Da geht auf jeden Fall gefühlt der neue Baby Album Trend hin.

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Passenderweise bin ich heute auch bei Nika von Little Tiger mit einem Gastbeitrag unterwegs. Dort zeige ich Dir, wie man mit alten Papierresten ein Upcycling Notizbuch mit japanischer Bindekunst machen kann. Als ich dafür Papier zugeschnitten habe, dachte ich, das wäre auch eine tolle Möglichkeit ein individuelles Babybuch zu gestalten.

Die üblichen Alben, wie man kaufen kann, finde ich viel zu überladen. Dort ist genug Platz um eine komplette Lebensgeschichte festzuhalten. Teilweise sind die Fragen auch sehr persönlich – will man wirklich verewigen, wem man sein Kind überlassen hat, als man wieder arbeiten gegangen ist? Diese one size fits all Bücher haben viel zu wenig Persönlichkeit, finde ich. Und manche Geschichten erzählt man vielleicht auch viel lieber persönlich in späteren Jahren mit einem Eggnogg unter dem Weihnachtsbaum. Deshalb gibt es hier meine Anleitung für ein selbst gestaltetes Baby Album, in dem man keine fiesen Fragen beantworten muss.

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DIY Baby Foto Album


Für ein Baby Album benötigst Du:

  • Foto-geeignetes Papier, ich habe mich für 240g Papier in weiß entschieden, plus Pergamentpapier und Zuschnitte aus einem alten Atlas
  • SnapPap für den Einband
  • ABC Stempel Set inkl. Stempelkissen (ich habe meins bei Tiger bekommen)
  • eine Lochzange
  • 4 Papierclips
  • Garn und eine stumpfe, große Nadel

Das schöne an dem selbstgemachten Baby Album ist, dass Du es ganz nach Deinem Geschmack gestalten kannst. Du kannst statt weißem Papier auch buntes nehmen. Damit mein Album nicht zu eintönig wirkt, habe ich es beispielsweise aufgepeppt mit Pergamentpapier und alten Atlas-Ausschnitten. Du solltest allerdings darauf achten, dass das Papier zum Bestempeln geeignet ist. Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon losgehen.

Zuerst schneidest Du wenn nötig Dein Papier zu, ich habe mich für A5 im Querformat entschieden. Die Anzahl der Blätter hängt davon ab, wie viele Punkte Du in Deinem Album auflisten möchtest. Daher solltest Du Dir überlegen, welche Dinge Du in Dein Album mit aufnehmen möchtest. Ich habe mich für die folgenden Punkte entschieden:

  1. Auf einen Blick (Name, Geburtstag, Gewicht, Größe)
  2. Babybauch
  3. Erster Tag Zuhause
  4. Mein Zimmer
  5. Erstes Bad
  6. Erstes Lächeln
  7. Lieblingskuscheltier
  8. Krabbeldecke
  9. Erstes Playdate
  10. Erster Tag in der Kita
  11. Erster Ausflug
  12. Erster Urlaub
  13. Am Strand
  14. Erster Geburtstag
  15. Erstes Ostern
  16. Erstes Weihnachten

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Wenn Du Deine Punkte ausgesucht hast, stempelst Du mit den ABC Stempeln jeden Punkt auf ein eigenes Blatt. Ich habe die Punkte oben als Überschrift gestempelt, dass darunter Platz für Bilder ist. Du kannst aber die Überschriften auch an den Rand stempeln. Du solltest auf jeden Fall etwas Abstand zum linken Rand halten, da dort nachher alles zusammengebunden wird.

Für die Ausflugs-/Urlaubsbilder habe ich nur das Pergamentpapier bestempelt und dahinter einen Atlas Zuschnitt gepackt. Auf den Karten lassen sich die Stempel nur schwer lesen. Diese Kombi finde ich so schön, weil sie mich total an mein Baby Album erinnert. Dort war vor jeder Seite Pergamentpapier um die Hochglanz-Bilder vor Dreck und Fingerabdrücken zu schützen. So etwas gibt es heutzutage, glaube ich, gar nicht mehr.

Nachdem die Seiten getrocknet sind, sortierst Du sie in Deiner gewünschten Reihenfolge und clipst die Blätter zwischen den Deckblättern zusammen. Ich habe als Deckblätter SnapPap verwendet, da es sehr widerstandsfähig ist und eine tolle Vintage Optik hat. Danach zeichnest Du die Löcher zum Binden vor und stanzt diese aus. Dann kannst Du das Album binden. Eine genaue Anleitung zum Lochen und Binden findest Du bei Nika auf dem Blog. Und dann bist Du auch schon fertig.

Die Frontseite von Deinem Album kannst Du genauso wie den Innenteil individuell gestalten, beispielsweise mit Stempeln und Textilfarbe (diese hält auf dem SnapPap besser). Oder Du kannst auch Imkergold verwenden, ganz was Dir gefällt.

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Jetzt bist Du dran! Was ist Dein peinlichstes Baby Bild (wenn Du genau hinschaust, siehst Du hier im Beitrag einen kleinen Ausschnitt aus meiner Kindheit)? Und hast Du früher auch so gerne durch Dein Baby Album geblättert? Oder hattest Du vielleicht gar keins?

Da dieser Beitrag in Zusammenarbeit mit der tollen Nika von Little Tiger entstanden ist, habe ich jetzt noch ein kleines Goodie für Dich. Bei Nika auf dem Blog zeige ich, wie man einfache Upcycling Notizbücher bindet. Wenn Du Lust auf eines dieser Notizbücher hast, Dir aber leider die Zeit zum Selbermachen fehlt, dann habe ich gute Nachrichten für Dich. Nika und ich verschenken jeweils ein Exemplar auf unserem Blog. Wenn Du gerne eines der beiden Notizbücher haben möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar bei Nika und mir auf dem Blog und sage uns, was Deine schönste Urlaubserinnerung ist. Bitte beachte, dass wir eine gültige eMail Adresse benötigen, um Dich im Gewinnfall benachrichtigen zu können.  

Die kleine Verlosung der DIY-Notizbücher endet am 12. September 2016 um 24:00, danach werden die beiden Gewinner von uns per Los ermittelt. Der Rechtsweg und eine Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen; im Falle eines Gewinns wird Dir das DIY Upcycling Notizbuch von mir zugeschickt.

Ich Drücke Dir auf jeden Fall ganz doll die Daumen. 

Wenn Du gerne später Dein eigenes Baby Album basteln möchtest und die Idee nicht aus den Augen verlieren möchtest, nimm sie doch einfach mit zu Pinterest:

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Powerballs mit kalifornischen Trockenpflaumen

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Ich weiß nicht, wie Dir es geht, aber ich bin ein totales Chaoskind durch und durch. Während meine ganze Familie gut organisiert und abgelegt ist, fliegen bei mir die Zettel nur so durch die Gegend und selbst wenn ein Termin in meinem Kalender steht, verpasse ich ihn. Daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass ich vom Food Blog Day 2016 in Hamburg erst am Tag vorher erfahren habe – und damit natürlich die Anmeldung verpasst habe. Wie es so häufig ist, ging am Tag vorher auch absolut nichts mehr.

Aber dafür war ich umso glücklicher, dass ich kurz vor knapp am Tag vorher eine Zusage für den Food Blog Day in Berlin bekommen habe (nach viel bitte, bitte und hoffen). Also habe ich spontan ein Zugticket gebucht, meine sieben Sachen zusammen gesucht und bin am nächsten Tag viel zu früh vor Sonnenaufgang nach Berlin gedüst. Auch wenn Hamburg natürlich einen großen Heimvorteil bei mir genießt, hat Berlin sich an diesem Tag absolut selber übertroffen. Das Wetter war ein absoluter Traum (viel warm mit viel Sonne, so wie ich mir das vorstelle), die Workshops waren super interessant und die Teilnehmer mega sympathisch und einfach nur toll. An dieser Stelle ein sehr großes Danke an alle, die diesen Tag so absolut wunderbar gemacht haben.

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Da ich meine Workshops leider etwas last minute zusammen stellen musste, konnte ich nicht an allen Seminaren teilnehmen. Einer der Termine, den ich gerne wahrgenommen hätte, war Natürlich vielseitig – Kochen mit kalifornischen Trockenpflaumen. Dort wurde man von Heiko Antoniewicz mit einem mehrgängigen Menü verpflegt inklusive Eis mit Trockenpflaumen und Stickstoff. Die Bilder dazu sahen echt richtig toll aus! Da kann man eigentlich nur neidisch werden.

Einen kleinen Trost gab es aber für mich, am Abend wurden wir mit sehr leckeren Cocktails aus leckeren Trockenpflaumen versorgt. Mein absoluter Liebling war eine Kombination aus Schoko mit Trockenpflaumen und viel Alkohol – da hat einer schon gereicht um mich den ganzen Abend bei Laune zu halten. Der Cocktail ist ein Award-Winner habe ich mir sagen lassen, das hat man auf jeden Fall geschmeckt. Wenn ich das Rezept dazu besorgen kann, werde ich es auf jeden Fall hier teilen.

Da ich die tollen Trockenpflaume Gerichte am Tag verpasst habe, habe ich einfach selber daheim losgelegt. Bei meinem sehr langen Tag in Berlin ließ sich der ein oder andere Durchhänger leider nicht vermeiden. Passend dazu habe ich ein paar Powerballs kreiert, die ich als kleine Energiebombe zwischendurch beim Food Blog Day gerne dabei gehabt hätte. Damit hätte ich bestimmt noch sehr viel länger auf der After Party mithalten können. Aber jetzt habe ich für das nächste Jahr schon meine Geheimwaffe bereit, die auf gar keinen Fall in meinem Rucksack fehlen darf.

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Powerballs mit kalifornischen Trockenpflaumen


Für ca. zehn Powerballs benötigst Du:

  • 90g kalifornische Trockenpflaumen (z.B. von Trader Joe’s)
  • 45g gemahlene Mandeln (oder Walnüsse oder Nüsse Deiner Wahl)
  • 2El ungesüßter Kakao
  • 1EL Honig (oder Agavendicksaft)
  • 2EL getrocknete Cranberries
  • 1 Vanilleschote (optional)
  • 2EL Kokosflocken + Flocken zum Wälzen
  • 1EL Rum oder Orangensaft

Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon los gehen:

  1. Zuerst hackst Du die Trockenpflaumen und Cranberries sehr fein. Du kannst sie auch im Mixer zerkleinern, das verklebt aber erfahrungsgemäß sehr schnell.
  2. Dann übergießt Du die Cranberries und Trockenpflaumen in einer Schüssel mit dem Rum oder Orangensaft und lässt alles kurz ziehen. Währenddessen schneidest Du die Vanilleschote auf und kratzt das Mark heraus.
  3. Als nächstes gibst Du die restlichen Zutaten zu den Trockenfrüchten und verknetest alles zu einem glatten Teig. Das kann einen Moment dauern und auch etwas klebrig an den Händen werden.
  4. Wenn Du einen glatten Teig hast, rollst Du diesen zu zehn kleinen Bällen und wälzt sie danach in Kokosflocken. Wenn Du eher ein Nuss-Fan bist, kannst Du die Powerballs stattdessen auch in gehackten Nüssen wälzen.
  5. Und dann bist Du auch schon fertig und kannst los genießen!

Die Powerballs solltest Du im Sommer lieber im Kühlschrank aufbewahre. Gekühlt halten sie sich ca. ein bis zwei Wochen. Bei mir sind sie aber ganz bestimmt schon vorher weg. Dafür würde ich sogar meine heiß geliebte Schokolade liegen lassen.

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Jetzt bist Du dran! Hast Du schon einmal mit Trockenpflaumen gekocht? Wenn ja, was? Hat Du ein absolutes Lieblingsrezept mit Trockenpflaumen? Und was ist Dein absoluter Geheimtipp bei einem Durchhänger? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen?

Du willst die Powerballs gerne später selber ausprobieren und in der Zwischenzeit nicht aus den Augen verlieren? Kein Problem, dann nimm sie doch einfach mit zu Pinterest:

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Selbstgemachter Pfirsich Vanille Eistee

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Eigentlich hatte ich nach den letzten drei Wochen gedacht, dass der Sommer endlich richtig aufdreht – viel Sonne, Sonnenschein und warm. Ganz ehrlich, was will man mehr in den anfänglichen Zügen des Sommers? In meinem Kopf hatte ich mir das eigentlich so ausgemalt, dass es die nächsten vier Wochen jede Woche ein paar Grad mehr werden auf dem Thermometer bis wir meine persönlichen Wohlfühl-Temperatur von etwa 35° erreicht haben. Und dann wäre ich für drei Monate ins Freibad gezogen um mich von beiden Seiten einmal richtig sonnenbraten zu lassen.

Aber irgendwie scheinen das Wetter und ich nie wirklich auf einen grün zu kommen – weshalb es eigentlich Dauergast in meinen herrlich sinnfreien Einleitungen ist. Nach meiner etwas längeren Sonnenpause in den letzten Wochen muss ich mich aber auch erst einmal wieder eingrooven. Da greife ich gerne auf alt bewährtes zurück. Schließlich will ich hier nach langer Abwesenheit nicht auch noch mit schlechten neuen Ideen enttäuschen.

Das vergangene Wochenende mit gefühlten 30° und viel Sonnenbrand habe ich wieder einmal genutzt um meiner absoluten Leidenschaft nachzugehen: Eistee. Vor einigen Wochen habe ich ja bereits schon von meinem absoluten Lieblings-Jasmin-Eistee erzählt. Nach der dritten Kanne innerhalb von wahrscheinlich zwei Tage musste allerdings etwas neues her. Irgendwann brauche auch ich etwas Abwechslung. Diesmal habe ich mich an einem absoluten Klassiker versucht: dem Pfirsich Eistee.

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Als ich Austauschschüler in den USA war, habe ich den Klassiker das erste Mal kennen aber nicht lieben gelernt. Für mich war Pfirsich Eistee immer billige Tetrapacks mit Zückerplürre aus dem Supermarkt. Ich war eher immer der Himbeer-Eistee Fanatiker, leider gab es den aber nicht in jedem Restaurant. Von daher musste ich ab und an auch einmal auf die ungeliebte Alternative zurückgreifen, wenn ich nicht verdursten wollte.

Nachdem mich in diesem Jahr der Eistee-Wahn gepackt hat, habe ich mir vorgenommen mich mit dem Thema Pfirsich Eistee noch einmal anzunähern. Für so einen Klassiker brauche ich einfach ein Rezept in meiner Sammlung. Um dem Ganzen einen besonderen Twist zu geben, habe ich allerdings eine Variante mit Vanille ausprobiert – die schmeckt ganz anders als Tetrapack-Pfirsich-Eistee, zum Glück.

Das Rezept besteht aus zwei Teilen: einem Pfirsich-Vanille-Sirup und kaltem Schwarztee. Der Sirup ist etwas aufwändiger, lässt sich allerdings auch super einwecken und für schlechte Zeiten aufheben. So kann man ganz schnell mit etwas Schwarztee einen erfrischenden Eistee für Freunde oder sich selber zusammen mixen, wenn man wieder einmal bei 35° von einer eigenen Klimaanlage träumt.

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Pfirsich Vanille Eistee


Für 500ml Sirup benötigst Du:

  • 700g reife Pfirsiche
  • 300g Zucker
  • 600ml Wasser
  • 1 Vanille-Schote

Für den Schwarztee zum Aufgießen benötigst Du:

  • 2-3 Teebeutel schwarzer Tee
  • 1 EL Zitronensaft

Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon losgehen:

  1. Zuerst wäschst Du die Pfirsiche und achtelst sie
  2. Danach schneidest Du die Vanilleschote in der Mitte auf und kratzt das Mark heraus
  3. Dann wandert alles in einen Topf (Zucker, Wasser, Pfirsiche, Vanillemark plus die Schote) und wird aufgekocht
  4. Wenn alles kocht, kannst Du die Hitze runter drehen und köchelst den Sirup ca. 30-40Minuten ein (je nachdem wie zähflüssig Du ihn gerne hättest)
  5. Während der Sirup vor sich hin köchelt, kannst Du den Schwarztee zum Aufgießen vorbereiten. Dazu einfach den Zitronensaft mit ca. 1,2l kochendem Wasser aufgießen und etwas abkühlen lassen, bevor Du die Teebeutel dazu gibst. Dadurch wird der Tee nicht bitter. Der Schwarztee sollte ca. 10-15 Minuten ziehen.
  6. Wenn der Sirup die richtige Zähflüssigkeit für Dich erreicht hat, entferne die Pfirsiche mit einem Schöpflöffel. Wenn Du keine Fruchtreste magst, kannst Du den Sirup auch noch durch ein Sieb geben.
  7. Jetzt kannst Du den Sirup entweder abkühlen lassen, oder, solange er noch heiß ist, in kleine Flaschen füllen. Sowohl Sirup als auch Schwarztee sollten gut auskühlen, bevor Du sie zusammen eiskalt servierst.

In der Mischung wie viel Sirup auf wie viel Eistee Du verwendest, bist Du ganz frei. Das ideale Verhältnis hängt ganz davon ab, wie süß Du Deinen Eistee magst. Ich trinke meinen Pfirsich Eistee am liebsten etwas süßer und mit einem kräftigen Schuss Zitrone. Das Zusammenspiel aus süßer Vanille und herber Zitrone ist für mich genau das richtige an einem warmen, langen Sommerabend.

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Jetzt bist Du dran! Was ist Deine Wetterprognose für den Sommer dieses Jahr (meine ist ja leider fernab von der Realität)? Und welchen Eistee findest Du besser: Zitrone oder Pfirsich (das ist ja schon fast eine politische Frage)? Oder trinkst Du am liebsten eine ganz andere Sorte, die ich unbedingt einmal probieren sollte? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

 

Du möchtest den Eistee gerne später nachzaubern und in der Zwischenzeit nicht aus den Augen verlieren? Dann nimm ihn einfach mit auf Pinterest:

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Regen-Hobby American Quilting

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Wenn ich heute so aus dem Fenster schaue, sieht es fast so aus, als hätte der Sommer seine Koffer wieder gepackt und ist gen Süden gezogen. Während mich letzte Woche noch die Sonne an der Nase gekitzelt hat und ich mit 26° verwöhnt wurde, hat sich in den letzten Tagen wieder Weihnachtswetter breit gemacht. Mit dem ständigen Wechsel aus Regen und Sonnenschein fühlt man sich schlimmer als jedes Wechselbad der Gefühle, wenn die Schokolade mal wieder leer ist.

Von den Temperaturen sind wir übrigens gar nicht so weit entfernt von den winterlichen Temperaturen im Dezember. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Jahreszeiten komplett verschoben sind. Während ich mich im Dezember nach Schnee und Glühwein-Kälte sehne, sind meist noch angenehme 10° während sich der Winter immer weiter in den Frühling rein zieht. Also bitte 11° Höchst-Temperatur – das haben wir schon mal besser gesehen lieber Mai.

Also ich hätte für dieses Problem einen ganz tollen kreativen Vorschlag: einen Schaltmonat. Wir lassen das einfach ein Jahr mit dem Schalt-Tag und machen da gleich einen ganzen Monat draus. Dass wir mit Weihnachten und Frühling endlich mal wieder auf die richtige Spur kommen. Das kann doch ehrlich nicht so weiter gehen mit der ewigen Kälte im vermeintlichen Frühling und Pool-Party-Wetter zu Weihnachten.

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Naja bis ich Präsident der Galaxis bin und meinen ultimativ genialen Vorschlag in die Tat umsetzen kann, vergehen wahrscheinlich noch ein paar Schaltjahre ohne Schalt-Monat. Bis dahin beschäftige ich mich bei diesem Regenwetter eben anderweitig. Letztes Jahr habe ich ein altes Hobby für mich wieder entdeckt, mit dem ich neuerdings gerne die Zeit zwischen den Regenwolken-Löchern fülle: American Quilting.

Kennen und lieben gelernt habe ich Quilting während meines Austauschjahres in den USA. Damals war ich hin und weg von dem Nähzimmer meiner Gastmama – ja ein ganzes Zimmer nur für Nähen, davon träume ich heute noch. Angefangen habe ich damals klein beim Nähen mit Kissenhüllen und Taschen. Meine Gastmama ist allerdings passionierte Quilterin und diese wunderschönen Decken machen einfach echt was her.

Da man beim Quilten schon einmal gut und gerne einige Monate für ein einzelnes Projekt braucht, bin ich immer etwas zurück geschreckt einen eigenen Quilt zu nähen. Einen Nachmittag beim Stoff Shopping habe ich allerdings den perfekten Stoff gefunden, in den ich mich sofort verliebe habe und der natürlich ideal für einen Quilt geeignet war. Also habe ich mich breit schlagen lassen und eine vereinfachte Variante des amerikanischen Quilts in Form eines Pull Quilts gemacht. Dieses Meisterstück besitze ich immer noch und kuschle mich an kalten Abenden damit immer wieder gerne auf dem Sofa ein.

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Als ich nach einem Austauschjahr wieder deutschen Boden unter den Füßen hatte, ist meine Leidenschaft allerdings sehr schnell wieder eingeschlafen. Das Nähen ist geblieben, aber Quilting ohne die Unterstützung meiner sachkundigen Gastmama war mir irgendwie nicht geheuer. Die ganzen Quadrate alleine zusammen puzzeln und zusammen bringen erschien mir irgendwie zu abenteuerlich. Zumal mein nächster Quilt wenn dann ein richtiger hätte werden sollen, der liebevoll zusammen ‚gestickt‘ wird von Hand. Aber mehrere Monate an einer einzelnen Decke nähen klang einfach nicht nach dem richtigen Projekt für mich und meine fünf Minuten Aufmerksamkeitsspanne.

Also vergingen einige Jahre seit meinem ersten Quilt und ich komme langsam in ein Alter, wo die Leute um mich herum wie wild heiraten und Kinder bekommen. Bei meiner ersten Hochzeit war ich immer noch armer Student und war auf der Suche nach einer günstigen Geschenkidee – drei Wochen hungern für einen Einrichtungsgutschein wollte ich nicht wirklich. Dank Pinterest bin ich nach Jahren wieder über American Quilting gestolpert. Wenn man wie ich fanatischer Stoff-Horterer ist, eigentlich eine schöne und günstige Alternative zu nichtssagenden Karten und Gutscheinen.

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Mein erstes Projekt Quilting Projekt im Alleingang wurde allerdings kein Wedding Quilt sondern eine Baby Wimpel Decke, die ich natürlich nicht von Hand gequiltet habe. Dafür fehlen mir einfach noch die Nerven und die dunklen, langweiligen Winterabende ohne passendes Fernsehprogramm. Aber auf der Maschine mit einer einfachen geraden Linie die einzelnen Lagen des Quilts zusammen wuseln, das bekomme ich hin. Die Wimpelkette gibt es mittlerweile bereits in drei Editionen, die kann ich quasi schon fast im Schlaf. Für engere Freunde mit frischem Baby ist es für mich mittlerweile DAS Geschenk geworden. Wenn man das ganze noch mit einem Namen versieht, kann man eigentlich nichts mehr falsch machen.

Zu Weihnachten habe ich mich endlich an meinen ersten größeren Quilt gewagt. Der war auch nicht ganz so leicht mit einfach Wimpel aufnähen und fertig. Da habe ich wieder gemerkt, dass Quilts eben doch nicht mal eben an einem Abend fertig gestellt sind. Dafür ist die erste Hochzeitsdecke extra krumm und schief geworden mit viel Liebe. Neben den vielen schiefen Kanten ist aber auch die Leidenschaft für das Quilten wiedergekommen. Wenn man dann auf der fertigen Decke sitzt, ist das einfach ein sehr geniales Gefühl – so muss sich Napoleon bei seinem Triumph über die … ähhh … Gallier gefühlt haben? Geschichte war nicht so meine Stärke – das mit dem Quilten schon eher.

Momentan werkele ich noch einer Tagesdecke für mein Bett, mit 2,50m x 2,50m auch nicht unbedingt ein Projekt für einen Abend. Da wird es wahrscheinlich auch die eine oder andere schiefe Naht geben. Mein nächstes Projekt für danach steht aber auch schon fest: dieser absolut geniale Melonenquilt. Das ist wieder einer dieser Pinterest-Funde, die mir einfach nicht aus dem Kopf gehen wollen. Dafür wird also demnächst das heimische Sotfflager wieder aufgefüllt, dass beim nächsten Regenwetter-Abend auf keinen Fall Langeweile aufkommt.

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Jetzt bist Du dran! Was ist dein absolutes Go-To Regenwetter Hobby? Oder chillst Du dann lieber mit schlechten 80er Jahre Filmen und einer Tüte Chips auf dem Sofa? Und hast Du Interesse am Quilten und willst mehr darüber in einem neuen Beitrag erfahren? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

Selbstgemachter Jasmin Eistee

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Ich glaub es kaum – nachdem wir uns jetzt wochenlang mit Regen, kalt und schlechtem Wetter herumgeschlagen haben, ist endlich der Frühling ausgebrochen. Oder den hat Herr Jahreszeiten einfach übersprungen und wir sind direkt in den Sommer geschlittert. Bei diesen tollen Sonnenstrahlen musste ich natürlich sofort an den völlig überfüllten Strand und mir meinen ersten Sonnenbrand des Jahres zulegen – man gönnt sich ja schließlich sonst nichts.

Während ich mich durch die absoluten Menschenmassen gewühlt habe, war ich natürlich immer wieder auf der Suche nach einer kleinen Abkühlung für zwischendurch. Dabei ist mir aufgefallen, dass es mit leckeren Sommergetränken und außergewöhnlichen Eistees nicht sonderlich weit daher ist in Deutschland. In solchen Momenten bekomme ich stets Fernweh nach China oder die USA. Dort kann man sich regelrecht von einer genialen Getränkesorte zur nächsten schlürfen, Cola und Co können da ganz schnell einpacken.

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Im Kontrast zu Deutschland ist das Sommerwetter in China für viele unerträglich heiß und schwül mit Temperaturen über 35°C. Für mich ist das allerdings ein Traum (abgesehen von den widerspenstigen Haaren), viel Warm inklusive Sonne. Wenn dann noch der Smog nicht wäre, würde das mein absolutes Wetter-Paradies sein.

Bei den extremen Temperaturen habe ich mich quasi von einem Eistee zu nächsten gehangelt, dass ich nicht aus den Latschen kippe. Da spielt ganz schnell der Kreislauf mal nicht mehr mit bei mir. Meine absolute Lieblingssorte war immer Jasmin, allein der Geruch ist einfach nur genial. Jasmin ist eh einer meiner absoluten Lieblingsgerüche, das kann als Eistee einfach nur gut werden.

Als ich zurück in Deutschland war, musste ich auf kalten Entzug vom leckersten Eistee der Welt. Da ich aber ohne einfach nicht leben kann, habe ich so lange gewerkelt bis ich das perfekte Rezept zum Selbermachen gefunden habe. Das liegt schon seit drei Jahren in meiner Gedanken-Schublade und heute teile ich es endlich mit Dir!

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Jasmin Eistee


Für eine Teekanne (ca. 1,2l) benötigst Du:

  • 2 gehäufte TL Jasmin Tee inklusive Teeei oder Teebeutel zum selbst befüllen – alternativ kannst Du auch zwei vorportionierte Teebeutel nutzen
  • 2-3 EL Zucker (je nachdem wie süß Du es magst)
  • 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst oder als Direktsaft)

Wenn Du alles beisammen hast, kann es auch schon losgehen:

  1. Zuerst setzt Du den Wasserkocher auf mit genügend Wasser für Deine Teekanne
  2. Danach gibst Du den Zucker und den Zitronensaft in die Kanne und übergießt alles mit kochendem Wasser
  3. Als nächstes füllst Du den Tee in das Teeei oder den Beutel und wartest noch ein oder zwei Minuten bis das Wasser etwas abgekühlt ist. Dadurch wird der Eistee nicht so bitter und dunkel. Das ist besser für die Zähne und den Geschmack ;)
  4. Den Tee lässt du ca. 12-15 Minuten ziehen, so bekommt er das genialste Aroma überhaupt.
  5. Dann heißt es nur noch abkühlen lassen, kalt stellen und nach ca. 3Stunden mit ein paar Eiswürfel genießen.

Der Eistee hält sich in einer Flasche ca. 3-4 Tage im Kühlschrank, bei mir ist er aber immer schon vorher leer.

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Jetzt bist Du dran! Was sind Deine absoluten Lieblingsgetränke im Sommer? Und welche Eistee-Sorte findest Du am besten, abgesehen von den Klassikern Zitrone und Pfirsich? Oder was ist Deine Alternative zu Eistee? Lass es mich auf jeden Fall in den Kommentaren wissen!

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